28.03.2011

Dramatischer Anstieg bei Fälschungsaufgriffen im Postversand

Zollstatistik 2010: Dramatischer Anstieg bei Fälschungsaufgriffen im Postversand

Das effektive Aufhalten von Piraterieware durch die deutschen Zollbehörden wird durch die am 11. März vorgelegte Grenzbeschlagnahmestatistik nach Einschätzung des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) eindrucksvoll belegt. Für das Jahr 2010 meldet der Zoll mit rund 24.000 Aufgriffen mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2009.
Europaweit nimmt Deutschland mit diesen Zahlen den Spitzenplatz ein. Das Mittel der Grenzbeschlagnahme erweist sich daher einmal mehr für viele Unternehmen als besonders effektives Instrument im Kampf gegen Produktfälschungen, da die Ware festgehalten wird, bevor sie in den Markt eintritt.
Auffällig ist, dass dieser hohe Anstieg auf einer Zunahme der Aufgriffe kleiner Sendungen im Postverkehr beruht (+170% im Vergleich zum Vorjahr). Viele dieser Sendungen lassen sich auf Internetgeschäfte zurückführen. Offenbar wird dieser Vertriebsweg immer öfter genutzt, da die Ware so relativ risikolos an den Endverbraucher gelangen kann.
Angesichts dieser Zahlen appelliert APM einmal mehr an Politik, Wirtschaft und Verbraucher das Thema Produkt- und Markenpiraterie sehr ernst zu nehmen:
„Produkt- und Markenpiraterie schadet der gesamten Gesellschaft: der Verbraucher wird durch die vorwiegend mangelhafte Qualität um sein Geld betrogen und schlimmstenfalls erheblichen Gesundheitsgefahren ausgesetzt. Der Wirtschaft gehen Umsätze und Arbeitsplätze verloren, dem Staat Steuereinnahmen", betont Dr. Rüdiger Stihl, Vorstandsvorsitzender des APM e.V. und Beiratsmitglied der ANDREAS STIHL AG & Co. KG.
„Es ist wichtig, dass den Zollbehörden und Rechteinhabern entsprechende Instrumentarien an die Hand gegeben werden, damit auch die riesige Anzahl von kleinen Postsendungen effektiv bewältigt werden kann", so Dr. Stihl. Dieses Vertriebsschema könne nicht folgenlos bleiben. Die Fälscher machen sich offensichtlich die Anonymität des Internets zunutze.
Umso wichtiger sei es in Anbetracht des massenhaften Warenverkehrs, dass die Produkthersteller die Zollbehörden mit zielgerichteten Informationen ausstatten.

Kontakt:Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM)
Haus der Deutschen Wirtschaft
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20308-2719
e-Mail: apm@dihk.de
Internet: www.markenpiraterie-apm.de
Der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) setzt sich seit 1997 als branchenübergreifender Verband für den Schutz geistigen Eigentums ein. APM ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Markenverbandes. Im APM engagieren sich derzeit rund 70 namhafte in- und ausländische Unternehmen, z.B. aus den Bereichen Automobil, Elektronische Industrie, pharmazeutische Industrie, Chemie, Kosmetik und Textil.

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Joachim Geburtig
www-geburtig.info