13.05.2014

Mit dem Handy auf Kreuzfahrt: Das kann richtig teuer werden!



Mit dem Handy auf Kreuzfahrt: Das kann richtig teuer werden!

Mobilfunknetze sind heutzutage fast überall verfügbar. Auch auf einer Kreuzfahrt muss man nicht auf die Erreichbarkeit unter seiner gewohnten Mobilfunknummer verzichten.

Zwar versagen die landbasierten Handynetze in der Regel ihren Dienst, wenn man sich auf dem offenen Meer befindet und Facebook-Drohnen sind noch nicht im Einsatz. Spezielle Schiffsnetze sorgen jedoch dafür, dass man dennoch telefonieren, SMS-Mitteilungen austauschen und Datendienste nutzen kann.  Die Kommunikation funktioniert per Satelliten-Anbindung. In den Schiffsnetzen, die Bezeichnungen wie MCP, TIM Maritime oder WMS haben, können Sie mit ihrem normalen Handy telefonieren.
Warnemünde

Da Satellitenverbindungen aber teuer sind, ist die Bereitstellung eines solchen Dienstes für die Nutzer sehr kostenintensiv. Durch Bandbreitenoptimierung können Schifffahrtsunternehmen heutzutage aber sicherstellen, dass der Zugang zu GSM-Diensten zumindest bezahlbarer wird. Die gerade erwähnte technische Aufrüstung der Schiffe und die Bereitstellung der nötigen Infrastruktur lassen sich die Schiffsnetzbetreiber geradezu in Gold aufwiegen.

Verbraucherschützer Joachim Geburtig informiert über mögliche Kosten wie folgt: „Die gängigen Netzbetreiber wie z.B. Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus haben Verträge mit den Schiffsbetreibern. Die Kosten variieren je nach Anbieter und dem jeweiligen Schiffsbetreiber: So kann Sie ein zweiminütiges Telefongespräch "nur" 3,64 Euro aber auch 9,66 Euro kosten. Bei eingehenden Anrufen müssen Sie ebenfalls unterschiedlich tief in die Tasche greifen: Zum Beispiel von 1,59 Euro bis 6,83 Euro pro Minute. SMS zu versenden ist zwar günstiger als zu telefonieren – doch auch hier gilt: Vorher informieren. Eine Kurznachricht kann mit 1,04 Euro zu Buche schlagen.“
Angesichts der dargestellten Preise empfiehlt Geburtig sich selbst vor der Annahme von Anrufen zu hüten - und wenn überhaupt, diese möglichst bald wieder zu beenden. Zudem sollte die Mailbox unbedingt vor Reiseantritt ausgeschaltet oder eine absolute Rufumleitung eingerichtet werden, so dass alle Anrufe gleich auf der Mailbox landen und so nicht doppelte Umleitungskosten anfallen können.

Vielfach informieren Kreuzfahrtgesellschaften und Reiseunternehmen heute bereits in den Reiseunterlagen über Schiffsnetze und deren Kosten. Auf manchen Kreuzfahrtschiffen wird zudem auch in den Kabinen-Unterlagen darüber informiert.

Die „AIDA Cruises” informiert auf ihrer Webseite hingegen nur unzureichend über anfallende Mehrkosten: „Die Kosten für unsere Dienstleistungen werden mit Ihrem Anbieter abgerechnet. Wenden Sie sich daher zu genauen Angaben bitte an Ihren Anbieter“ Eine transparente Kosteninformation ist das sicher nicht, wäre für alle Kreuzfahrer aber sehr sinnvoll.


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Joachim Geburtig
www-geburtig.info